Blick über den Tellerrand

Bestimmen unsere Überzeugungen wirklich unsere Realtität?

Viele Menschen glauben: Sie sind dem Zufall oder dem Schicksal ausgeliefert und das Leben ist halt so.

Stimmt das wirklich?

Werfen wir einen Blick über den Tellerrand und machen einen Rückblick in unsere Kindheit:

Der Blick über den Tellerrand des Lebens

 

Wir erblicken das Licht der Welt

Wir erkunden neugierig mit einem offenen Herzen und ausgebreiten Armen unsere Um-gebung. Unser Wunsch nach Aufmerksam-keit Annahme, Zuwendung und Liebe ist sehr groß.

Hier und Jetzt

Wir spielen, brabbeln vor uns hin und wir sind in unserer eigenen Welt. Unsere Aufmerk-samkeit ist immer dort, was gerade ist. Wir sind voller Liebe und wollen geliebt werden.

Unsere ersten Erfahrungen...

Zunächst fallen uns die Gehversuche schwer. Wir fallen hin und stehen immer wieder auf. Schließlich gelingt es uns und wir sind glücklich über unseren ersten großen Erfolg. Nichts kann uns aufhalten und irgendwie wacht ein Schutzengel über uns.

Was passiert noch?

Die ersten Jahre unserer Kindheit spielen eine sehr große Rolle für unser weiteres Leben. Wir befinden uns bis zu unserem vierten Lebensjahr in einem Delta-oder Thetazustand. Delta wird als tiefer Schlaf bezeichnet und Theta bedeutet: Tiefe Meditation; ein Zustand zwischen Wachen und Schlafen - eine Brücke zum Unterbewusstsein.

Wir sind in dieser Zeit normalerweise in einer hypnagogischen Trance (zwischen Tiefschlaf und Wachsein). Aus diesem Grund können sich nur wenige Menschen an diese Zeit erinnern.

Was bedeutet das für uns?

Dieses Alter ist sehr wichtig! Unser Geist funktioniert in diesem Moment wie ein Schwamm. Es gibt in diesem Zustand keinen Filter, kein Urteilen oder Bewerten. Die Natur hat es so eingerichtet. Dadurch können wir lernen und wir machen Entwicklungsfortschritte; wir sau-gen alles auf wie ein Schwamm.

Wir absorbieren alles!

Wir absorbieren Sprachmuster; wir absorbieren die Wörter, die hinter den Emotionen ste-hen und wie unsere Erziehungsberechtigten mit ihrem Leben umgehen und welches Welt-bild sie haben.

Die ersten Lehren

 

Die Kindergartenzeit

Jetzt beginnen die ersten Einschränkungen. Wir lernen den Unterschied zwischen "richtig" und "falsch" und wie man sich kor-rekt verhält. Das ist neu für uns und wider-spricht unserem natürlichen liebevollen Wesen.

Begrenzungen

Unsere Eltern setzen uns Grenzen und mei-nen es gut mit uns. Wir hören: "Tue dies und lasse das; das ist gut und das ist schlecht."

 

Bestimmt kennst du das: Ess den Teller leer, nimm dich in Acht vor fremden Menschen, muss ich dir alles dreimal sagen, schrei nicht so oder bleib jetzt still sitzen.

Schon bald merken wir als Kind: "So wie ich bin, werde ich nicht geliebt und die Liebe ist an Bedingungen geknüpft. Ich muss für Aufmerksamkeit und Zuwendung etwas tun, indem ich mich anpasse, gehorsam bin und die Erwartungen meines Umfeldes erfülle.

Das Unterbewusstsein speichert ab...

"So wie ich bin, bin ich nicht in Ordnung; ich bin nicht liebenswert und nicht attraktiv für mei-ne Mitmenschen. Ich bin nur gut und richtig, wenn ich die Bedürfnisse und Erwartungen an-derer erfülle und mich entsprechend verhalte.

Wir schließen daraus auf unseren eigenen Wert und wir entwickeln ein negatives Selbst-bild. Wir sagen uns: "Ich muss mich bessern; so wie ich bin werde ich nicht angenommen."

Die Schulzeit

 

Hier geht das Dilemma weiter und der Kreis der Autoritäten vergrößert sich. Wir erkennen auch hier: "Ich bekomme nur Liebe und An-erkennung von anderen Menschen, wenn ich deren Forderungen und Bedürfnisse erfülle." 

Wir werden gelobt, wenn wir die Hausaufga-ben alleine machen, gute Noten nach Hause bringen und die Erwartungen der Eltern befriedigen.

Was kommt hinzu?

Zusätzlich entsteht die Angst den Anforder-ungen und Bedinungen nicht mehr gerecht werden zu können und am Ende zu versagen.

Man sagt uns: "Du musst gute Noten schrei-ben, wenn Du etwas werden willst oder: Du willst doch später einmal Geld verdienen und Dir etwas leisten können!"

Außerdem haben wir Angst vor Bestrafung, wenn wir uns nicht so verhalten, wie es andere von uns erwarten.

Mach bloß nicht falsch!

In einem Diktat von über 500 Wörtern werden uns die 4 falsch geschriebenen Wörter mit roter Tinte angestrichen. Wir lernen: "Ich bin nur gut und bekomme Anerkennung, wenn ich keine oder wenig Fehler mache." Wir hören in unserer Kinder-und Jugendzeit ca. 17 mal ein "Nein" und 2 mal ein "Ja".

Was sind die Auswirkungen?

Die Erfüllung der elterlichen Wünsche wird durch Liebe und Zuwendung erzwungen.  Als Kind begreifen wir: Ich muss mir Liebe und Anerkennung durch Leistung und Wohl-verhalten verdienen.

Die Reaktionen unserer Eltern beeinflussen unser Selbstwertgefühl. Immer wieder fühlen wir: "So wie ich bin, werde ich nicht geliebt und bin nicht liebenswert. Ich bin nicht in Ord-nung und ich werde nicht anerkannt.

Wir werden traurig, schämen uns, fühlen uns schuldig und minderwertig. In uns verstärkt sich die Angst: Wir können den Anforderungen und Bedingungen unserer Umwelt nicht genügen; dabei ist unsere größte Furcht: Das unsere Sehnsucht nach Liebe nicht erfüllt wird."

In unserem Inneren erzeugen wir immer mehr kleinmachende Gedanken mit vielen unan-genehmen Emotionen. Bei unseren Eltern stoßen wir auf Ablehnung und Unverständnis: "Du musst doch nicht traurig sein, du brauchst doch keine Angst zu haben oder: Das ist doch nicht so schlimm.

Wir verschließen unser Herz!

In allen Fällen fühlen wir uns mit unseren Gefühlen unverstanden und nicht angenommen und...wir fühlen uns schon wieder nicht in Ordnung. Wir entscheiden: "Ich verschließe mich und behalte meine Gefühle in der Zukunft für mich. Dadurch erlebe ich nicht mehr die Zu-rückweisung oder die hilflosen Reaktionen meiner Eltern."

Also verschließen wir unser Herz und möchten unseren Schmerz reduzieren. Wir sagen uns: Das tut mir sehr weh. Ich will das nicht mehr fühlen.

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Ein neuer Chef...

Folglich trennen wir uns mehr und mehr vom Fühlen ab und verschließen unser sich nach Liebe sehnendes Herz. Wir beginnen unser Leben strategisch denkend zu bewältigen; wir gehen vom Herz in der Verstand.

Es entstehen Grundüberzeugungen wie zum Beispiel: Ich muss aufpassen, damit ich nichts falsch mache und nicht so oft anecke oder: Ich muss etwas tun, um etwas zu haben um dann etwas zu sein..."um anerkannt und geliebt zu sein."

Unser ursprünglich offenherziges Wesen entwickelt aus dem "Ja" zu allem was ist, ein ausdrückliches "Nein" zum Leben und zu sich selbst.

Endlich erwachsen!

 

Dieses grundlegende "Nein" mit seinen Überzeugungen formt dann unsere Persön-lichkeit als Erwachsener. Alle Gefühle der Minderwertigkeit, der Scham, der Schuld und der Angst gehen in Resonanz und spiegeln sich in Form von unseren Lebenssituationen wider.

Jetzt bestimmen unsere Prägungen unser weiteres Leben; sei es im Beruf, in Partner-schaften oder im sozialen Umfeld. Meistens stehen die Erwartungen anderer an erster Stelle.

 

Selbstverantwortung!?

Es ist ungeheuer wichtig, dass wir uns dem frühen "Nein" zum Leben bewusst werden und dafür die Verantwortung übernehmen. Wenn wir weiterhin unserer Kindheit, unseren El-tern oder anderen Menschen die Schuld geben, dann machen wir andere Menschen oder Umstände für unser Lebensglück verantwortlich.

Wir geben dadurch die Macht über unser eigenes Leben ab und werden zum Spielball anderer, die das Drehbuch über unser Leben schreiben.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie viele Wünsche, Forderungen, Verbote und Gebote sie in den ersten Lebensjahren bis in das junge Erwachsenenalter beachten müssen. "Wie schwer doch die eigene Kindheit war."

Sie strengten sich an; sie wollten Anerkennung, Liebe und Wertschätzung erhalten, indem sie es ihren Eltern und ihrem Umfeld recht machten. Und danach sehnen sich die meisten Menschen bis heute und sie glauben, davon abhängig zu sein.

Was ist die Folge?

 

Die meisten Menschen gehen immer noch unter dem Druck dieser Erwartungen durchs Leben und versuchen weiterhin es den Eltern und anderen Menschen recht zu machen.

Sie suchen ihr Leben lang nach Anerkennung und Bestätigung aus ihrer Umwelt. Sie entwickeln daraus eine regelrechte Sucht und folgen den Vorstellungen des Verstandes anstatt den Weg ihres eigenen Herzens zu gehen.

Der Verstand möchte begrenzen, kontrollieren, bedingen und ruft zum "Normal-Sein" auf. Das liebevolle Herz möchte sich verströmen; das Wunder des Lebens erfahren und will einfach nur "Sein". Aus dem Sein entsteht das Tun und dann erfolgt das Haben.

Der Normal-Mensch tut sein Leben lang, was "man" tut und unterlässt, was "man" nicht tut. Was passiert wohl, wenn zwei Normal-Menschen aufeinandertreffen und versuchen mit-einander glücklich zu werden?

Wie im kleinen, so im großen oder: So innen, so außen!

Wir sehen es im kleinen: In Beziehungen, in Ehen, im sozialen Umfeld und am Arbeitsplatz oder auch im großen: Im eigenen Land, in der Politik, in der Wirtschaft, im Umgang mit unserer Erde und am Weltgeschehen.